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Raben-Neuling Edina Dobi: "Das Schicksal hat mich immer an gute Plätze gebracht"

aa das schicksal rora zweiWie der Raben-Neuzugang Edina Dobi zum Volleyball kam, ist eine ziemlich spezielle Geschichte. Sie glaubt an das Schicksal, an die Bestimmung. Sie hat guten Grund dazu. Denn die Geschichte, wie die neue ungarische Mittelblockerin der Roten Raben zum Volleyball kam, lässt sich eigentlich kaum anders erklären. Es beginnt schon damit, dass die damals kleine Edina (heute misst sie 1,91 Meter) in der Grundschule in Eger, gut 100 Kilometer nordöstlich von Budapest, so ziemlich alle Sportarten betrieben hat, die man sich vorstellen kann. Alle außer Volleyball. Basketball, Handball, Wasserball, Leichtathletik, Schwimmen, sogar Skifahren – „ich war überall dabei und habe mich mit anderen gemessen", erinnert sich die Vielbegabte. Edina wurde ungarische Hochsprung-Jugendmeisterin.

Mit 14 begann sie mit Volleyball, doch zunächst sprach nicht viel für eine international erfolgreiche Profi-Laufbahn. „Ich spielte Volleyball aus Spaß", erzählt die Neu- Vilsbiburgerin, da sei keine besondere Zielstrebigkeit im Spiel gewesen. Das änderte sich jedoch buchstäblich über Nacht, als sie 20-jährig bei einem Spiel in Budapest vom ungarischen Trainer eines amerikanischen Universitätsteams entdeckt wurde.

Edina weiß es noch wie gestern: „Der Coach war eigentlich gekommen, um die Zuspielerin der gegnerischen Mannschaft zu beobachten. Die war aber krank. Und dann bin ich ihm als Mittelblockerin aufgefallen. Er hat mich angesprochen, mir ein volles Stipendium an der University of New Orleans angeboten und mir zwei Tage Bedenkzeit gegeben." Die Pointe dabei: Die Umworbene trug sich zu diesem Zeitpunkt eigentlich gerade mit dem Gedanken, mit dem Thema Volleyball abzuschließen. „Ich war", sagt Edina Dobi heute, „vielleicht noch ein, zwei Spiele entfernt vom Aufhören."

Doch dann kam eben – dem Schicksal sei Dank – das ominöse Match, der entscheidende Kontakt – und kurze Zeit landete Edina in New Orleans. Sie blieb dort für drei Jahre und startete volleyballerisch richtig durch, ehe sie 2011 nach Europa zurückkehrte. Erst ging sie für zwei Spielzeiten nach Frankreich und in der Saison 2013/14 dann nach Charleroi, wo die heute 26-Jährige belgischer Vizemeister wurde.

In der ungarischen Nationalmannschaft ist sie längst eine feste Größe, mit der Auswahl hat sie sich zum ersten Mal nach mehr als einem Vierteljahrhundert wieder für eine EM qualifiziert. Ihr Nationaltrainer heißt Jan de Brandt, und ihm ist sie nun zu den Roten Raben gefolgt – trotz besserer Angebote u.a. aus Italien. „Ich kenne Jan, schätze ihn sehr und möchte gerne meinen Beitrag dazu leisten, dass wir hier in Vilsbiburg eine erfolgreiche Saison spielen", verspricht die Mittelblockerin.

Edina Dobi glaubt an das Schicksal, und sie vertraut ihm. Auf die Frage, was sie einmal nach dem Ende ihrer Volleyball-Karriere machen und welchen schönen Ort zum Leben sie sich vorstellen könnte, sagt sie sehr entspannt: „Ich plane das nicht. Das Schicksal hat mich bisher immer an gute Plätze gebracht. Ich liebe meine Heimat Ungarn, Amerika ist mein zweites Zuhause, und in Südfrankreich finde ich es auch sehr schön." Man darf wohl davon ausgehen, dass es das Schicksal auch weiterhin gut meint mit Edina Dobi...

 

 

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