Venezuela, USA, Puerto Rico, Finnland, Schweiz – und jetzt Vilsbiburg: Das sind die bisherigen Stationen im Leben von Roslandy Acosta, dem Neuzugang der Roten Raben. Für ihre erst 23 Jahre hat die 1,90 Meter große Außenangreiferin also schon einiges gesehen von der Welt, und sie freut sich nun sehr auf das nächste Kapitel ihrer aufregenden Karriere als Volleyballerin, die sie zur Saison 2015/16 nach Niederbayern geführt hat.
11 Jahre war „Rosy“, als sie zu Hause in La Guaira/Venezuela zum ersten Mal den Ball in die Hand nahm, der alsbald ihr Leben prägen sollte. In der Schule war das, erinnert sich Roslandy Acosta, und natürlich spielte sie nur zum Spaß.
Aber doch so gut, dass sie beim Beachvolleyball den Talentspähern der Nationalmannschaft auffiel. Mit weitreichenden Folgen: Die venezolanische Auswahl rief – das 13-jährige Talent folgte diesem Ruf und ging in die Hauptstadt Caracas. Mit 14 gab Rosy ihr Debüt im Nationalteam, mit 16 nahm sie mit Venezuela an den Olympischen Spielen in Peking teil.
Es folgte der Schritt in die USA – aufs College in Kansas und auf die Universität in Arkansas, wo Roslandy auch ihre Volleyball-Laufbahn vorantrieb. Ihr erstes Profi-Jahr spielte sie dann in Puerto Rico, ehe sie den Sprung über den großen Teich wagte – und in Finnland ankam, in einer Gemeinde namens Kangasala. Danach wechselte Rosy Acosta in die Schweiz, wo sie unter der Regie des ehemaligen Raben-Trainers Guillermo Gallardo mit Volley Köniz Vizemeister wurde.
Nun also Vilsbiburg. Warum? Sie habe, erzählt Roslandy, schon vor dem Engagement in der Schweiz mit einem Wechsel nach Deutschland geliebäugelt, in „diese starke Liga“. Dass es jetzt geklappt hat, hat nicht zuletzt mit Ex-Coach Gallardo zu tun – „er hat sehr gut über die Roten Raben gesprochen, über die Organisation, das Team, die Fans.“
Und bisher habe sich das alles auch genau so bestätigt, freut sich Roslandy Acosta nach ihren ersten Trainingswochen in Vilsbiburg: „Wir sind ein junges Team, wir arbeiten hart, und die Leute hier sind wirklich sehr freundlich.“ Sie liebe es ohnehin, in einer kleinen Stadt zu leben, betont die Außenangreiferin aus der 25.000 Einwohner zählenden Hafenstadt La Guaira: „Es fühlt sich gut an hier bei den Roten Raben!“

