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BKK-VBU: "Chefs sollen sich in 72 Stunden für die Umsetzung ein Gesundheitsprogramms entscheiden!"

gesund anja

Landshut ( 26.01.2017) Warum ist gerade für kleinere Unternehmen ein Betriebliches Gesundheitsmanagement wichtig – und wie lässt sich der „innere Schweinehund“, der das verhindert, an die Leine legen? Darüber informierten sich Verantwortliche bei der Veranstaltung „Gesunde Mitarbeiter – starke Unternehmen“ der Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK·VBU).

In seinem immer wieder zum Schmunzeln anregenden Vortrag stellte Gesundheitsexperte Dr. Christoph Ramcke das Projekt „Gesund. Stark. Erfolgreich – Der Gesundheitsplan für Ihren Betrieb“ vor, das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gefördert und von der BKK·VBU umgesetzt wird.

Diesen Vortrag ergänzte Christina Auberger, Referentin Standortpolitik, von der IHK Niederbayern mit der eigens durchgeführten Studie „Volle Kraft voraus – Betriebliches Gesundheitsmanagement in niederbayerischen Unternehmen“, die in Zusammenarbeit mit dem GMS-Institut in Regensburg erstellt wurde.

„Sie haben jetzt 72 Stunden Zeit!“ – Die fragenden Blicke der Zuhörerinnen und Zuhörer kennt Dr. Christoph Ramcke schon und beantwortete sie umgehend: Wenn nicht innerhalb dieser Frist eine Entscheidung zur Umsetzung eines Gesundheitsprogramms getroffen werde, ist die Wahrscheinlichkeit gleich Null, dass sich überhaupt etwas verändert. Warum betriebliche Gesundheitsförderung so wichtig ist, machte er ebenfalls eindringlich deutlich: Zunehmender Fachkräftemangel erfordert attraktive Angebote für Job-Suchende – und Angebote zur Gesundheitsförderung gehören eindeutig dazu.

Auch um die älter werdenden Belegschaften fit zu halten und Ausfallzeiten zu verringern, ist ein Betriebliches Gesundheitsmanagement wichtig – wozu etwa Kurse zur Stressbewältigung, betriebliche Sportangebote oder Kommunikationsschulungen gehören können. Was letztlich für ein Unternehmen sinnvoll und nötig ist, vermag erst eine genaue Analyse zu klären, bei der die BKK·VBU die Firmen unterstützt. Aber Gesundheitsmanagement fördert nicht nur die Attraktivität des Unternehmens, es bringt auch bares Geld ein: Ein Euro, der in Gesundheitsprogramme fließt, wirft rund vier Euro Rendite ab in Form von vermiedenen Krankheitskosten und steigender Produktivität, rechnete Ramcke anhand einer Studie vor.

Den inneren Schweinehund überwinden

Neben den Informationen, wie ein betrieblicher Gesundheitsplan aufgestellt werden kann, thematisierte der Gesundheitsexperte auch die Gründe, die eine bessere Gesundheitsförderung allzu oft verhindern: „Die Tricks des inneren Schweinehunds“. Zu wissen, wie wichtig Gesundheitsprogramme für den Betrieb und die Mitarbeiter sind, reiche nicht aus – man muss sie auch umsetzen. „Jetzt habe ich gerade keine Zeit“, „Das mache ich nach einem anderen Projekt“ oder „Habe ich gemacht, hat aber nichts gebracht“ sind häufige „Schweinehund-Tricks“, die ein Betriebliches Gesundheitsmanagement sabotieren. Ramcke kennt aber auch die Gegenmaßnahmen.

Die Wichtigste: Jemand, der Spaß daran hat, muss die Sache in die Hand nehmen, daneben sind klare Entscheidungen und realistische Ziele wichtig. Außerdem sollte Betriebliches Gesundheitsmanagement zur Chefsache erklärt werden.

Lieber kleine Schritte wagen als große Pläne liegen lassen

Anja König, Leiterin des ServiceCenters der BKK·VBU in Landshut stärkte Unternehmer darin, mit kleinen Schritten anzufangen: „Überhaupt anzufangen, ist besser als große Pläne zu schmieden, die dann letztlich liegen bleiben.“ Sven Dahle, Ansprechpartner der BKK·VBU für Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Region, ergänzt: „In einer großen Unternehmenszentrale ist Betriebliches Gesundheitsmanagement leichter umzusetzen als in kleinen Betrieben.“ Doch gerade diese zu fördern, hat sich die Initiative auf die Fahnen geschrieben.

Christina Auberger von der IHK Niederbayern präsentierte anschließend die IHK- Studie zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement in Niederbayern. Rund 200 kleine und mittlere Unternehmen verschiedenster Branchen berichten hierin über Stolpersteine, aber vor allem über die Erfolge von Gesundheitsmaßnahmen im eigenen Betrieb. Bei Schwierigkeiten sollten sich Entscheider laut GMS- Institut Unterstützung bei Partnern suchen, die bereits Erfahrungen mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen vorweisen können.

Genau das hat ebm-papst Landshut GmbH von Anfang an getan. Personalleiter Kai Gebhardt hatte daher auch von einer Erfolgsgeschichte im eigenen Haus zu berichten: Mit Unterstützung der BKK·VBU bietet das Unternehmen schon seit vielen Jahren verschiedenste Maßnahmen für die Gesundheit der Mitarbeiter an. Heute kann er bestätigen: Betriebliches Gesundheitsmanagement lohnt sich!

Manche Teilnehmer hatten selbst schon Erfahrungen im Gesundheitsmanagement mitgebracht, für andere ist das Thema Neuland. Am Ende konnten aber alle Gäste viele Anregungen und starke Motivationsimpulse in ihren betrieblichen Alltag mitnehmen.

Anmerkung für die Redaktion:

Die BKK·VBU gehört zurzeit mit über einer halben Million Kundinnen und Kunden und rund 90.000 Firmenkunden zu den 30 größten Krankenkassen Deutschlands und ist bundesweit an über 40 Standorten, darunter in Landshut und Straubing vertreten. Neben den gesetzlichen Leistungen profitieren BKK·VBU-Versicherte von außergewöhnlichen Zusatzleistungen wie Kostenübernahme für Osteopathie (bis zu 360 Euro im Jahr), dem Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung beim Wunschzahnarzt und bis zu 280 Euro Gesundheitsprämie. Weitere Informationen unter www.meine-krankenkasse.

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