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Medizinische Sicherheit für Bergsteiger und Taucher - Info-Veranstaltung für Sportbegeisterte am KH Achdorf

vortrg höhen ud tiefen

Landshut - Achdorf - pm (04.08.2021) Gut besucht war die Informationsveranstaltung zu Alpin-/Höhenmedizin sowie Tauchmedizin am Samstag im Hörsaal am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Sportbegeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen hier Antworten auf grundsätzliche Fragen zu ihrem Sport, aber auch zu den medizinischen Voraussetzungen, um Bergsteigen oder Tauchen sicher betreiben zu können. 

Der Taucherarzt und Chefarzt der Chirurgischen Klinik I am Krankenhaus Landshut-Achdorf, Prof. Dr. Johannes Schmidt, begrüßte die Gäste im Sitzungssaal zur ersten öffentlichen Veranstaltung nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die unter strengen Hygieneregeln stattfand, und übergab das Wort sogleich an Dr. Maria Eylert. Die Oberärztin an der Chirurgischen Klinik I mit dem Diplom in Alpin- und Höhenmedizin sprach im ersten Vortrag über die medizinischen Voraussetzungen für sicheres Bergsteigen.

„Jeder kann höhenkrank werden, der schnell genug hoch steigt“, sagte Dr. Maria Eylert. Risikofaktoren seien die Aufstiegstaktik, aber auch Genetik und Psyche. Ob jemand ein guter Bergsteiger sei, hänge zudem vom Trainingsstand, dem Sauerstoffangebot in der Luft sowie genetischen Faktoren ab. Entscheidend seien für Bergsteiger das Herz-Minuten-Volumen HMV (wieviel Blut das Herz pro Minute durch den Blutkreislauf pumpen kann) und die maximale Sauerstoffaufnahme bei Belastung (VO²max). Anzeichen für eine Höhenkrankheit sind Symptome wie Höhenkopfschmerz, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Antriebslosigkeit und ein gestörter Schlaf, zählte Dr. Eylert auf. Sie wies darauf hin, dass diese Symptome bei Höhen über 2.500 Metern erst nach 36 Stunden auftreten würden und riet dazu, in großen Höhen langsam aufzusteigen, sich auf 500 Höhenmeter pro Tag zu beschränken und am besten 50 Meter tiefer zu schlafen.

Nach einer offenen Fragerunde führte der Tauchmediziner Prof. Dr. Johannes Schmidt in die Tiefe der Seen und Ozeane und legte dar, dass die meisten Unfälle beim Tauchen beim Aufstieg an die Oberfläche passierten. Während bei Anfängern meistens Unerfahrenheit, mangelndes Training, unzureichende Ausrüstung und vor allem Übermut und Selbstüberschätzung zu Unfällen im Wasser führten, sei dies bei erfahrenen Tauchern anders. Taucherfahrene seien oft in der Tiefe zu sorglos, so Prof. Dr. Schmidt. Mangelndes Training, nachlassende Fitness und eine nicht gewartete Ausrüstung seien bei erfahrenden Tauchern oftmals die ausschlaggebenden Faktoren für einen Unfall.

Auch an den Vortrag über die medizinischen Voraussetzungen und vorhergehende Untersuchungen für ein sicheres Tauchen schloss sich eine offene Runde für Fragen an, welche die Besucher im Sitzungssaal interessiert wahrnahmen.

 

 

 

 

 

 

Informationsveranstaltung für Sportbegeisterte am Krankenhaus Landshut-Achdorf

 

Landshut. Gut besucht war die Informationsveranstaltung zu Alpin-/Höhenmedizin sowie Tauchmedizin am Samstag im Hörsaal am Krankenhaus Landshut-Achdorf. Sportbegeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen hier Antworten auf grundsätzliche Fragen zu ihrem Sport, aber auch zu den medizinischen Voraussetzungen, um Bergsteigen oder Tauchen sicher betreiben zu können.

 

Der Taucherarzt und Chefarzt der Chirurgischen Klinik I am Krankenhaus Landshut-Achdorf, Prof. Dr. Johannes Schmidt, begrüßte die Gäste im Sitzungssaal zur ersten öffentlichen Veranstaltung nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die unter strengen Hygieneregeln stattfand, und übergab das Wort sogleich an Dr. Maria Eylert. Die Oberärztin an der Chirurgischen Klinik I mit dem Diplom in Alpin- und Höhenmedizin sprach im ersten Vortrag über die medizinischen Voraussetzungen für sicheres Bergsteigen.

 

„Jeder kann höhenkrank werden, der schnell genug hoch steigt“, sagte Dr. Eylert. Risikofaktoren seien die Aufstiegstaktik, aber auch Genetik und Psyche. Ob jemand ein guter Bergsteiger sei, hänge zudem vom Trainingsstand, dem Sauerstoffangebot in der Luft sowie genetischen Faktoren ab. Entscheidend seien für Bergsteiger das Herz-Minuten-Volumen HMV (wieviel Blut das Herz pro Minute durch den Blutkreislauf pumpen kann) und die maximale Sauerstoffaufnahme bei Belastung (VO²max). Anzeichen für eine Höhenkrankheit sind Symptome wie Höhenkopfschmerz, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Antriebslosigkeit und ein gestörter Schlaf, zählte Dr. Eylert auf. Sie wies darauf hin, dass diese Symptome bei Höhen über 2.500 Metern erst nach 36 Stunden auftreten würden und riet dazu, in großen Höhen langsam aufzusteigen, sich auf 500 Höhenmeter pro Tag zu beschränken und am besten 50 Meter tiefer zu schlafen.

 

Nach einer offenen Fragerunde führte der Tauchmediziner Prof. Dr. Johannes Schmidt in die Tiefe der Seen und Ozeane und legte dar, dass die meisten Unfälle beim Tauchen beim Aufstieg an die Oberfläche passierten. Während bei Anfängern meistens Unerfahrenheit, mangelndes Training, unzureichende Ausrüstung und vor allem Übermut und Selbstüberschätzung zu Unfällen im Wasser führten, sei dies bei erfahrenen Tauchern anders. Taucherfahrene seien oft in der Tiefe zu sorglos, so Prof. Dr. Schmidt. Mangelndes Training, nachlassende Fitness und eine nicht gewartete Ausrüstung seien bei erfahrenden Tauchern oftmals die ausschlaggebenden Faktoren für einen Unfall.

Auch an den Vortrag über die medizinischen Voraussetzungen und vorhergehende Untersuchungen für ein sicheres Tauchen schloss sich eine offene Runde für Fragen an, welche die Besucher im Sitzungssaal interessiert wahrnahmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift: Taucherarzt Prof. Dr. Johannes Schmidt und die Alpin- und Höhenmedizinerin Dr. Maria Eylert informierten Sportbegeisterte über die medizinischen Voraussetzungen und Sicherheit beim Bergsteigen und Tauchen. Bildquelle: Elisabeth Lackermeier/LAKUMED Kliniken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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