
v.li. Präsident Ludwig Stangl, die neuen Ehrenmitglieder Kerstin Schedlbauer und Maria Mundani, Dritter Bürgermeister Peter Summer
Landshut - pm (04.07.2026) „Gute-Laune-Nachrichten und Stimmungskiller“ habe er zu verkünden. So eröffnete der Vereinspräsident Ludwig Stangl die Hauptversammlung des Sportvereins an der Siemensstraße. Ca. 200 Vereinsmitglieder waren gekommen, um wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen.
Zu den guten Nachrichten zählte Stangl die vielen Auszeichnungen, die Vereinsmitglieder im zurückliegenden Jahr erhalten haben, unter anderem die Bürgermedaille für das Ehepaar Albrecht, jahrzehntelang im Bereich Leichtathletik engagiert. Oder auch die Sportlerehrung der Stadt Landshut für Mane Käser, dem Sportleiter des Vereins, und Michaela Eichhorn, die ehemalige Abteilungsleiterin der Leichtathleten. Zu den Sonnenseiten des Berichts gehörte auch der Verweis auf den stetigen Zulauf an Kinder und Jugendlichen, sogar in solchen Bereichen, die sonst eher, um Nachwuchs zu kämpfen hatten wie z.B. Boogie Woogie und der immer populärer werdende Dart-Sport.
Genau darüber freute sich im anschließenden Redebeitrag auch Christian Liebich, der Jugendleiter des Vereins: „Wir haben eine lebendige Jugend und mit der „Rasselbande“ genau das richtige Konzept, um die Kinder an den Verein zu binden.“ Vom Eltern-Kind-Turnen wechseln die Kleinen häufig in dieser Gruppe, in der sie die Vielfalt des Sports kennenlernen. „Da lernen sie selbstständig zu werden.“ Genau wie der Vereinspräsident ist Liebig stolz auf die Kinder- und Jugendarbeit des Vereins: „Ich zeige dafür gerne mein Gesicht!“.
Die Bedeutung für die Stadtgesellschaft hob auch der dritte Bürgermeister Peter Summer in seinen Begrüßungsworten gleich zu Beginn der Hauptversammlung hervor. Er lobte den integrativen Ansatz der 09´er: „Ohne ETSV09 Landshut wäre Landshut ärmer.“ Der Präsident verwies später in seiner Rede darauf, dass der Verein seit einigen Monaten auch einer Kricket-Abteilung eine Heimat gebe. „Die weltweit gesehen zweitbeliebteste Sportart.“ – in Landshut aber bis vor wenigen Jahren nahezu unbekannt. Es waren vor allem die Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan, die diesen „britischen“ Sport bei uns „eingebürgert“ haben. An die Redebeiträge schloss sich eine besondere Auszeichnung für zwei verdiente 09´erinnen: Maria Mundani von der Fußballabteilung und die Integrationsbeauftragte Kerstin Schedlbauer wurden für ihr jahrzehntelanges Engagement zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Doch Schatzmeisterin Sonja Schrank musste etwas Essig in den guten Wein des berechtigten Stolzes auf das Erreichte gießen. Denn leider sorgten unvorhergesehen hohe Ausgaben für Reparaturen im vergangenen Rechnungsjahr für ein Defizit. Aus diesem Grund mussten Rücklagen aufgelöst werden. „Es ist bei uns nicht anders als in anderen Vereinen: Die Kassen sind klamm“. So lag es an den Vereinsmitgliedern, die finanzielle Basis des ETSV09 Landshut mit einem unpopulären Beschluss zu sichern. Nach einer Aussprache stimmten die Anwesenden mit großer Mehrheit dafür, die Mitgliedsbeiträge für 2027 anzupassen. Damit ist gewährleistet, dass auch im kommenden Jahr im Verein an der Eisenbahnunterführung viel geleistet werden kann: sportlich und gesellschaftlich. Und dass man weiterhin für den Verein gerne sein Gesicht zeigt.
Text/Foto: Achim Reinhart

