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Was man über die Mehrwertsteuer wissen sollte

Bayern - pm (25.09.2025) Ob an der Supermarktkasse, beim Online-Shopping oder auf der Handwerkerrechnung – die Mehrwertsteuer begleitet uns täglich. Doch die wenigsten wissen, wie sie genau funktioniert oder warum sie manchmal gar nicht auftaucht. „Die Mehrwertsteuer steckt in fast jedem Preis – aber kaum jemand weiß mehr darüber.

Wer hier allerdings ein Grundverständnis hat, trifft im Alltag bessere Entscheidungen und vermeidet unnötige Kosten“, erklärt Thomas Philipp Reiter, E-Rechnungs-Experte von www.billit.de.

Und genau darum lohnt es sich, die Mehrwertsteuer einmal genauer zu betrachten – und zu verstehen, wo sie im Alltag eine Rolle spielt und wann sie tatsächlich entfällt.

Wieso gibt es die Mehrwertsteuer überhaupt?

Die Mehrwertsteuer – offiziell heißt sie Umsatzsteuer – ist eine Steuer, die nicht der Händler oder Dienstleister zahlt, sondern am Ende die Kunden. Sie ist fast immer im Preis enthalten und wird vom Verkäufer direkt an das Finanzamt weitergeleitet.

Kurz gesagt: Wir zahlen. Der Unternehmer reicht weiter. Der Staat kassiert.

Drei Varianten – und ein bisschen Rechnungs-Wirrwarr

Im Alltag zahlen wir meist den Regelsteuersatz von 19 Prozent – zum Beispiel, wenn wir ein neues Handy kaufen, Kleidung im Laden mitnehmen oder die Autoreparatur in der Werkstatt begleichen.

Etwas günstiger wird es dagegen oft bei Dingen des täglichen Lebens. Hier greift gegebenenfalls der ermäßigte Satz von 7 Prozent. Das betrifft vor allem Lebensmittel im Supermarkt, Bücher und Zeitungen, Restaurantbesuche - oder das Ticket fürs Museum.

Und dann gibt es noch Rechnungen, auf denen gar keine Mehrwertsteuer steht. Das ist kein Trick, sondern völlig legal: Viele kleinere Betriebe oder Freiberufler fallen nämlich unter die sogenannte Kleinunternehmerregelung. Sie dürfen keine Umsatzsteuer berechnen, solange sie unter einer bestimmten Umsatzgrenze bleiben. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Der ausgewiesene Betrag ist der Endpreis – ohne zusätzliche Steuer.

Wichtig zu wissen: Fehlt die Steuer also einmal auf der Rechnung, muss das nicht unseriös sein. Oft steckt schlicht ein kleines Unternehmen dahinter, das eine vereinfachte Regelung nutzt.

Warum man auch als Kunde nachrechnen sollte

Normalerweise ist die Steuer im Endpreis enthalten. Aber gerade bei Handwerkerleistungen, Dienstleistern oder Online-Shops lohnt sich ein Blick auf die Rechnung:

  • Stimmt der Steuersatz mit der Leistung überein?
  • Fehlt die Steuer ganz – ist das begründet?
  • Sind Kleinunternehmer korrekt ausgewiesen?

„Viele wissen gar nicht, worauf sie achten sollen – dabei kann ein kurzer Rechnungs-Check helfen, Ärger oder unnötige Kosten zu vermeiden“, sagt Thomas Philipp Reiter. Denn wer Rechnungen besser lesen kann, fällt seltener auf unseriöse Anbieter oder falsche Preisversprechen herein.

Achtung beim Online-Shopping aus dem Ausland

Was viele nicht wissen: Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern (z. B. China, USA) können beim Zoll landen – inklusive Einfuhrumsatzsteuer und Bearbeitungsgebühr. das Problem: Die vermeintlich günstige Uhr oder der Rucksack für 19,99 Euro kann dann schnell doppelt so teuer werden.

Unser Tipp: Wenn möglich, bei EU-Anbietern kaufen oder im Vorfeld prüfen, ob Steuern und Abgaben schon im Preis enthalten sind.

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