Landshut/Massing – gw (12.11.2025) Seit vergangener Woche schwang das Damoklesschwert über dem Landshuter Schlachthof mit seinen 110 Mitarbeiter. Die Erzeuger Gemeinschaft Südbayern kündigte an, den Betrieb schließen zu wollen. Seit heute besteht Gewissheit: Der Betrieb wird geschlossen. Von 112 Verbandsvertretern stimmten heute in Massing nur acht für den Weiterbetrieb. Als Grund für das Aus werden wirtschaftliche Gründe genannt.
Erst vor rund einem Jahr hat die EG Südbayern den Schlachthof von der Vion Food Group mit Sitz im südniederländischen Boxtel übernommen und zählt zu den modernsten in Bayern. Doch, so kommuniziert es die EG Südbayern, schreibt der Betrieb rote Zahlen.
Rund 15.000 Schweine werden wöchentlich im Landshuter Betrieb geschlachtet. Diese Kapazität soll nun nach Vilshofen verlagert werden. Da Vilshofen derzeit dazu nicht die nötige Dimension bietet, soll dort investiert und ausgebaut werden. Den Landshuter Mitarbeitern wird angeboten, in Vilshofen weiterzuarbeiten.
Die Schließung stieß in der Landshuter Stadtpolitik und auch bei den Abgeordneten im Landtag und Bundestag auf starke Kritik. Als Argument wurde vor allem das Tierwohl genannt, was die Transportwege zur Schlachtung anbelangt. Der Landkreis Landshut gehört bekanntlich zu den Gebieten mit der höchsten Schweinemastdichte in Deutschland.
Als Grund für die das Ende des Landshuter Betriebs nannte die EG Südbayern neben dem defizitären Zahlen auch den sinkenden Verzehr von Schweinfleisch.

