
„Hupen für mehr Lohn“: Knapp 50 Beschäftigte der Autobahn GmbH beteiligten sich am Warnstreik.
Oberpfalz/Niederbayern - pm (20.01.2026) Am heutigen Dienstag hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Autobahn Außenstelle Regensburg und ihrer zugehörigen Meistereien Ingolstadt, Pollenried, Pentling, Kirchroth, Wörth an der Isar, Pankofen und Passau sowie der Außenstelle Deggendorf zu einem Warnstreik aufgerufen. Knapp 50 Menschen demonstrierten vor der Außenstelle für ihre Forderung: 7 % mehr Lohn, mindestens jedoch 300 €.
Nach einer lautstarken Kundgebung zog die Demonstration zur Autobahnauffahrt Regensburg-Burgweinting. Mit den Bannern „Hupen für mehr Lohn“ und „Ohne uns kein Verkehr!“ machten sie die Autofahrerinnen und Autofahrer auf die Tarifrunde aufmerksam und ernteten ein solidarisches Hupkonzert.
„Die Straße ist nach wie vor der wichtigste Verkehrsträger in Deutschland. Und ihr seid es, die tagtäglich dafür sorgen, dass der Verkehr rollt – sei es auf der Strecke oder bei Planung und Bau“, sagt Nicolaus Riebl, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär für die Außenstelle Regensburg zu den Beschäftigten. „Wir erwarten von der Arbeitgeberin in der zweiten Verhandlungsrunde ein vernünftiges Angebot – sonst treffen wir uns im Februar wieder auf der Straße!“
„Zu Beginn vor fünf Jahren waren die Löhne bei der Autobahn GmbH super. Doch seitdem werden wir immer mehr vom öffentlichen Dienst und der freien Wirtschaft eingeholt“, sagt Jan Kirchberger, Beschäftigter in der Außenstelle Regensburg und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission. „Damit die aktuell etwa 1.000 freien Stellen besetzt werden können, muss die Autobahn GmbH jetzt nachziehen, um die Fachkräfte von morgen nicht zu verlieren.“
Neben der Aktion in Regensburg kam es bundesweit zu Warnstreiks an über 18 Standorten, in Bayern unter anderem in Nürnberg, Rosenheim, München und Kempten. Seit der Vergesellschaftung der Autobahn im Jahr 2021 handelt es sich um die erste Entgelttarifrunde. Die Verhandlungen finden in Berlin statt und sind vorerst auf drei Runden terminiert: Als weitere Verhandlungstermine sind der 6. Februar sowie der 25./26. Februar vorgesehen.

