Rund 5000 Besucher bestaunten die Lasershow in der Altstadt, standen durchaus dichtgedrängt vom Rathaus bis zum Café Belstner und noch weit dahinter. - Fotos: W. Götz
Landshut - hs/gw (01.01.2020) Die zweite Silvester-Lasershow in der Oberen Altstadt hat bei angenehmen Temperaturen wieder Tausende in die Innenstadt gelockt. Gut waren all jene dran, die von daheim Hochprozentiges - Bier, Wein, Sekt - mitgebracht hatten. Denn Ausschank boten nur einige wenige Gastronomen mit Hütten-Bars im Freien. Die meisten Wirte in der Innenstadt hatten geschlossen, so verliefen sich nach der 19-minütigen Lasershow die Besucher schnell wieder.
Farbige Lichtmuster überspannten die Altstadt. Damit der Funke zum Publikum überspringt, sind Musik und Choreografie noch nachjustierbar. So konnte das neue Jahr mit einem Wiener Wazler eingetanzt werden.
Oberbürgermeister Alexander Putz war vorzeitig aus seinem Campingurlaub in Portugal zur Silvesterparty vor sein Rathaus zurückgekehrt. Einige wenige Stadträte waren zu sehen, so Hedwig Borgmann, Margit Napf und Prof. Dr. Frank Palme. Viele hatten sogar ihre Kleinkinder mit dabei. Ansonsten war das Publikum recht gut gemixt: Junge wie Ältere, doch irgendwie fehlte der ganzen Inszenierung etwas, ja der gewisse Aha-Effekt, das Überraschungsmoment. Da darf noch nach allen Seiten diskutiert werden.

Die Raketen und Böller waren verschossen, der Dreck blieb liegen.
Kein Verständnis hatte der Hausmeister der Regierung von Niederbayern, was sich vor dem Amtssitz von Regierungspräsident Rainer Haselbeck abspielte. Circa 15 bis 20 Schießwütige - meist asiatischer Abstammung - verabredeten sich an der Einmündung der Jodoksgasse zur Regierungsstraße und katapultierten ganze Flaks an Raketen sowie Böller in den Nachthimmel. Zuvor wurden schon detonierende Kracher in den Garten der Regierung von Niederbayern geworfen. "Ich habe nichts gegen Böller", so der Hausmeister, aber es kann nicht sein, dass verbotener Weise mitten auf der Staße ein Feuerwerk in der Tabu-Zone der historischen Innenstadt und vor einem denkmalgeschützten Gotteshaus, der Dominikanerkirche St. Blasius, gezündet wird. Von den umliegende Hausbewohnern bakam er spontane solidare Unterstützung. Sie verständigten postwenden die Polizei.
In der unweit entfernt liegenden Taverna Musica "Vampire" verlief alles nach Geschmack von Wirt Otto Karsten. Die Gäste waren lustig drauf, beglückwünschten sich für das neue Jahr, gratulierten und umarmten Neujahrsgeburtstagskind "Susi" :-). Anstatt in Böller zu investieren, wurde hier das Geld lieber hochprozentig nach dem Motto des Hauses "Pax et Gaudium" angelegt. Für Karsten Otto gab es noch dazu ein Novum: Der Pfefferminztee wurde knapp.
Heute, am Neujahrstag sind die Landshuter*innen zum Konzert der Turmbläser ab 11.30 Uhr vor dem Rathaus eingeladen. Da weiß man seit Jahren, dass es sich lohnt, mit Bekannten und Freunden bei einem (kostenfreien) Glas Sekt den Musikanten auf dem Rathausbalkon zu lauschen. Das nimmermüde Freie-Wähler-Team um MdL Jutta Widmann umsorgt derweil die Konzertbesucher ebenso charmant wie galant. Und Oberbürgermeister Alexander Putz wird zum neuen Jahr ebenfalls launige Worte finden.



