Nachdem Österreich am 3. November die Reißleine zog, "normalisierte" sich die Fallzunahme pro 100.000 Einwohnern wieder. - Grafiken: W. Götz
Landshut – gw (18.12.2020) Nach dem Soft-Lockdown (Beginn 2. November) leben wir seit Mittwoch, 21 Uhr, wieder im Original: Dem echten Lockdown. Die weiche Variante hat für Bayern nicht viel gebracht. Zwar kam es zu keinem eklatanten Anstieg der Coronaneuinfektionen aber auch zu keiner Abnahme. Ein Blick zu unseren österreichischen Nachbarn zeigt, der harte Lockdown hat den exponentiellen Anstieg nicht nur gebrochen, sondern auf bayerisches Niveau zurück gefahren.
Das Magazin „Der Postillion“ hat eigens für die staade Zeit Texte beliebter Klassiker aktualisiert und präsentiert die schönsten Corona-Weihnachtslieder. Hier ein Vorgeschmack auf www.youtube.com. Darunter Klassiker wie: Ihr Kinderlein, Abstand! Den Abstand einhalt, O Light-Lockdown!, Dr. Dröstchen, Weißröckchen, Morgen kommt der Covid-Test oder Impf Spritzchen, Impfeimpfeimpf! Auch in diesen besonderen Zeiten darf Humor nicht verloren gehen.

Österreich hat den exponentiellen Anstieg der Coronainfektionen per harten Lockdown vorerst gestoppt.
Die blanken Zahlen sprechen klare Tatsachen aus. Während die österreichische Notbremse gewirkt hat, gingen in Bayern die Zahlen permanent linear bergauf und steigen derzeit stärker. Wer quer denkt, mag den Schulen die Schuld geben: Immer wenn stoßgelüftet wurde, flogen die Vieren auf die Straße hinaus und vergifteten die Bevölkerung. Spaß darf sein, aber die Realität zu verkennen und davon zu sprechen, die Pandemie wäre eine leichte Grippe oder sei vorbei irrt und gefährdet fahrlässig andere. Schon jetzt erwägt Österreich den nächsten harten Lockdown nach dem Weihnachtsfest.

Derzeit liegen Stadt und Landkreis im 7-Tage-Index gleich auf, aber immer noch zu hoch.
In Stadt und Landkreis Landshut sank der 7-Tage-Index in den vergangenen Tagen wieder. Als die Zahl in der Stadt auf einen Wert von über 300 schnellte, mag das auch auf die Infektionen innerhalb der Mitarbeiter des Schlachthofes zurückzuführen sein. Liegt es an den Arbeitsbedingungen oder an der Unterbringung der meist osteuropäischen Belegschaft?
Im Vergleich zu europäischen Ländern kommen Bayern und Deutschland noch relativ gut durch die Krise. Aber bis eine Inzidenz von 50 erreicht wird, mag es noch ein langer und harter Lockdown werden. Zu aller erst gilt es die Bevölkerung zu schützen. Seit Beginn hat Corona zu viele Menschenleben gekostet: Deutschland 25.027, Bayern 5.324, Niederbayern 632, Stadt Landshut 25, Landkreis Landshut 87.
Vergleich einiger ausgewählter Länder: Wieviel Prozent der Bevölkerung haben, bzw. hatten sich mit Corona infiziert.
Datenquellen: Johns Hopkins University und Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand 18. Dezember, 0 und 8 Uhr)


