Die Siegerarbeit schlägt für die ehemalige JVA eine digitales Archiv- und Informationszentrum für Kulturgüter in Europa vor. - Grafik: www.aud-a.com
Landshut - pm (04.02.2022) Wie bereits berichtet, haben die Stadt und die Regierung von Niederbayern gemeinsam die Möglichkeit genutzt und sich vergangenes Jahr mit der „ehemaligen JVA“ am europaweiten Ideenwettbewerb „Europan E 16“ beteiligt. Insgesamt gingen 19 Ideen und Arbeiten junger Architekten, Absolventen und Studenten aus unterschiedlichen europäischen Ländern ein
Sie werden einschließlich der Arbeiten der zwei Preisträger ab Montag, 7. Februar, in einer Online-Ausstellung auf der Internetseite der Stadt unter www.landshut.de/altejva gezeigt.
„Europan“ ist ein internationaler Ideenwettbewerb und „Think Tank“, der sich zum Ziel gesetzt hat, einerseits junge Architekten und Planer zu fördern und andererseits zukunftsfähige Lösungen für europäische Städte und Kommunen zu finden. Im Fokus steht die Entwicklung von Ideen für beispielsweise brachliegende, leere oder monofunktional genutzte Flächen und Bauten. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der „Europan, Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau“ ausgelobt und startete im April.
Die daran teilnehmenden europäischen Städte konnten sich mit einem individuellen Thema bzw. Gebäude beteiligen, das für die Entwicklung der jeweiligen Stadt von zentraler Bedeutung ist. Unter dem Motto „Living Cities – Lebendige Städte“ nahmen europaweit neun Länder mit 40 verschiedenen Standorten am Wettbewerb teil, darunter die Stadt Landshut als einer von fünf Standorten aus Deutschland. Gemeinsam mit der Regierung von Niederbayern hat sie sich mit der „ehemaligen JVA“ beteiligt. Eigentümer der alten JVA in Landshut ist der Freistaat Bayern. Für den Standort Landshut gingen 19 Ideen und Arbeiten junger Architekten, Absolventen und Studenten aus unterschiedlichen europäischen Ländern ein.
Ende vergangenen Jahres hat „Europan“ die Preisträger bekannt gegeben. Unter den Siegerarbeiten ist auch ein Beitrag zur ehemaligen JVA mit dem Titel „Archiv of European culture“ von Jorik Bais und Alexandra Heijink, einem niederländischen Team mit Bürositz in Berlin, sowie eine „Lobende Erwähnung“ für die Arbeit „Medieval Experimentarium“ eines Teams aus Serbien.
Bei den Arbeiten handelt es sich nicht um konkrete, endgültige Umsetzungsvorschläge, sondern um einen ersten Schritt in Diskussionen um eine mögliche Nachnutzung. Der Wettbewerb ließ Ideen sammeln, um diese in weiteren Prozessen zu vertiefen. Somit soll schon deutlich vor Ablauf der zehnjährigen Frist der temporären Bauten im Innenhof (wir berichteten) über eine Nachnutzung nachgedacht werden.
Informationen rund um den Ideenwettbewerb gibt es auch unter www.europan.de.

