Eine Initiative rund um "Landshut muss handeln" möchte eine autofreie Neustadt zwischen Firmerbräu und Ursulinenenge erreichen. - Foto: W. Götz
Landshut - pm (05.08.2022) Grade sechs Wochen lang sammeln die Aktivist.innen der Bürgerinitiative „Fußgängerzone Neustadt" Unterschriften, gut ein Drittel der erforderlichen Anzahl von 3.500 sind bereits beisammen. Das zeigt deutlich, dass sich die Landshuter Bürger.innen eine lebenswertere Neustadt wünschen – ohne Autos mit mehr Raum und Ruhe für die Menschen.
Fünfmal Sammelstand an den Samstagen in der Altstadt, Sammelaktionen auf der „Klimazeit" in der alten Kaserne, auf dem Wochenmarkt und viele viele Unterschriftenlisten, die in Kneipen, Restaurants und Geschäften Landshuts ausliegen. Das Ergebnis aus diesen sechs Wochen Aktivität kann sich sehen lassen und die Vertreter.innen der Bürgerinitiative halten einen dicken Packen mit weit über 1.200 Unterschriften in der Hand.
„In den vielen Gesprächen, die wir beim Sammeln mit den Bürger.innen führen, erhalten wir einen aufschlussreichen Überblick zu den Standpunkte und Meinungen zu unserem Anliegen", erklärt Evi Hierlmeier, Vertreterin der Bürgerinitiative. „Natürlich werden immer wieder die wegfallenden Parkplätze angeführt und damit die Furcht der Geschäftsleute, vor wegbrechendem Umsatz. Aber viele Menschen kommen einfach an unseren Stand und fragen nur: `Wo können wir unterschreiben`? Da müssen wir keine Silbe diskutieren, die Notwendigkeit und die Vorteile liegen offenbar für viele auf der Hand: Die Gründe der Verkehrssicherheit, aber auch dieGründe des Umweltschutzes, dass wir die beschlossene Klimaneutralität ohne Verkehrsreduzierung nie schaffen werden."
Vielen Bürger.innen ist auch ganz klar, dass künftig Bäume und Brunnen die Innenstadt kühlen und beleben und dafür die Autos weichen müssen. Auch ein Shuttlebus, der Parkplätze am Rand mit der Innenstadt verbindet, wird als notwendig erachtet.
Aktivist.innen bleiben dran
Die Aktivist.innen bleiben engagiert weiter am Ball, würden sich aber sehr freuen, wenn das Aktionsteam um den einen oder die andere engagierte Landshuter.in Zuwachs bekäme. „Die Belastung für unsere Handvoll Sammler.innen ist schon sehr hoch und wir müssen unsere Präsenz ja auch noch eine Weile aufrecht erhalten", betont Jochen Reuter, einer der aktivsten „Straßenkämpfer" des Teams. Er wünscht sich etwa Unterstützung an den Freitagen am Wochenmarkt, die er regelmäßig mit seiner Sammelliste als „Sandwichman" bespielt oder auch an den Infoständen, die nach der Sommerpause ab September wieder jeden Samstag in der Altstadt aufgebaut werden. Wer sich also vorstellen kann, der Bürgerinitiative ein, zwei Stunden seiner Zeit zu spendieren, ist herzlich willkommen.
Wie kann man das Bürgerbegehren unterstützen?
Dabei sein am Infostand oder Wochenmarkt: Melden Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unterschriftenlisten liegen in verschiedenen Geschäften aus, bzw. gibt es im Internet zum herunterladen.
Unterschriftenlisten: Alle Bürger.innen können sich die Unterschriftenliste auf der Website www.landshut-muss-handeln.de herunterladen.
Freund.innen, Verwandte und Bekannte aus Landshut unterschreiben lassen und bei der Geschäftsstelle des Bund Naturschutz in Landshut oder an einem der Infostände oder bei den Vertreter.innen abgeben.
Beim Eine-Welt-Laden in der Grasgasse oder beim Frisch & Fein in der Inneren Münchnerstraße oder einem anderen Laden in der Innenstadt unterschreiben, dort liegen Listen aus.
Zum Bürgerentscheid
Die Vertreter.innen des Bürgerentscheids sind Evi Hierlmeier, Christian Schiener, Stephan Reinkowski, Jochen Reuter, Stefan Bartz und Roswitha Keil. Unterstützt wird das Begehren von einer Vielzahl von Umweltorganisationen in der Region.
Unterschriftenlisten: Alle Bürger.innen können sich die Unterschriftenliste selbst herunterladen: https://bit.ly/3oUpKQ9 Dann bei der Geschäftsstelle des Bund Naturschutz in Landshut oder an einem der Infostände oder bei den Vertreter.innen abgeben.


