Spazierweg in den Isarauen
Sind aller guter Dinge drei? Zweimal wurden die Landshuter Bürger wegen der Westtangente schon zur Urne gebeten. Einmal unter Alt-OB Hans Rampf im Jahr 2012. Damals wurde die Straße mit 54 Prozent abgelehnt und vor knapp einer Woche unter Oberbürgermeister Alexander Putz. Hier gab es in der Stichfrage ein klares 60 zu 40 Votum für die Umgehung durch die Isarauen. Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner (Grüne) kann sich durchaus vorstellen in drei bis vier Jahren eine weitere Bürgerbefragung nachzuschieben.
Nachdem am vergangenen Sonntag die Stimmen ausgezählt waren, hatte beide Seiten, die Befürworter der Westtangente und die Schützer dir Isarauen Recht bekommen. Das heißt, die Landshuter Bürger wünschen sich beides: Eine Entlastungsstraße von der Münchnerau zur B11 und den Schutz der Isarauen, einem der beliebtesten Naherholungsgebiete der Stadt. Allerdings hatten die Straßenbefürworter im direkten Vergleich die Nase vorne. 67 % pro Straße, 53 % pro Isarauen (Werte auf ganze Stellen gerundet).
In der entscheidenden Stichfrage wurde klar, wo der Weg hingehen soll. 61 % sagten Ja zur neuen Straße im Westen. Für Dr. Thomas Keyßner stellt das noch keinen Freibrief für die aufgestelzte Brückenschneise durch die Isarauen dar. Denn, wenn die Bürger beides wollen, Straße und Isarauen, dann sollte daran gearbeitet werden, beide Seiten zufrieden zu stellen. Das heißt, die derzeit planerisch favorisierte Trasse, muss noch nicht das goldene Ei sein.
Daher schwebt Dr. Thomas Keyßner vor, zunächst die weiteren Planungen abzuwarten. Derzeit existiert ja der Verlauf nur als grober Strich auf der Landkarte. Sobald die konkrete Planung vorliegt und auch die Kosten durchgerechnet und veröffentlich sind, dann ist es für ihn jetzt schon eine Überlegung wert, die Landshuter Bürger nochmals zu befragen, was sie wollen. Die Westtangente oder die Isarauen.


