Sie haben es „leiwand“ hinbekommen, lobte Hans-Peter Summer für die Landshuter Mitte das erste Amtsjahr von OB Alexander Putz. Aber was die Finanzen der Stadt anbelangt, äußerte er Bedenken. Trotz sprudelnder Einnahmen were keine Vorsorge für schlechte Jahre getroffen. Konkret ausgedrückt: „Jetzt sollten eigentlich die hohen Schulden deutlich zurückgefahren werden“, so Summer, denn Ende 2018 werden rund 150 Mio. €uro auf der Minusseite der Stadt stehen."
Was die neue Realschule im Landshuter Westen anbelangt, hat die Landshuter Mitte ein Problem mit dem Standort, denn hier entstehe gerade ein neues Gewerbegebiet. Genau dieses Areal hätte besser gewinnbringend verkauft werden können. Nach wie vor steht die Landshuter Mitte zu einer neuen Grundschule im ehemaligen Ursulinenkloster, denn so könnte auch die Grundschule Peter und Paul entlastet werden.
Beim Wohnungsbau sieht Hans-Peter Summer ein Wohnungsamt – als Sachgebiet im Baureferat angesiedelt – einen Weg in die richtige Richtung. Und ein großer Wunsch der Landshuter Mitte ist ein Leerstandsbeauftrager der mit Fingerspitzengefühl mit Immobilienbesitzern und Vermietern verhandeln kann.
Für die „Ochsenau“ soll, so Summer, Baurecht geschaffen werden. „Und zwar so schnell wie möglich.“ Denn bei der „Ochsenau“ handelt es sich um eine der wenigen Flächen im Besitz der Stadt Landshut, wo Stadtentwicklung betrieben werden kann. Was das GBW-Projekt am Tannenweg anbelangt, also dort 700 neue Wohnungen zu bauen, ohne dass die notwenige Infrastruktur vorhanden ist, missfällt Summer. Hier müssen Investoren an den Infrastrukturkosten beteiligt werden.
Für das Stadttheater forderte Hans-Peter Summer endlich in die konkreten Planungen einzusteigen und zu überdenken, was in Sachen Denkmalschutz im Bernlochner baulich überhaupt möglich ist. Es hilft nicht, wenn es nach der Sanierung zwar einen geräumigen Orchestergraben gibt, aber nur noch 150 Zuschauer Platz finden.
Und zur Stadtentwicklung gehört für Hans-Peter Summer auch eine vernünftige Verkehrspolitik mit Radwegen und einem verbesserte Stadtbusangebot mit einem einheitlichen Tarifsystem in Stadt und Land. Ebenso benötige die Stadt auch die von den Bürgern gewollte Verkehrstangente im Westen.


