Landshut ist in einer Wachstumsphase, ganz gleich ob bei der Einwohnerzahl, der Wirtschaft beim Verkehrsaufkommen oder den Steuereinnahmen, so Christine Ackermann für die ödp. Doch der Schein trügt. Die Stadt hat gewaltige Aufgaben für die Infrastruktur zu stemmen und diese übersteigen die Einnahmen. Insgesamt darf das Wachstum nicht zu Lasten der Bevölkerung und des Klimaschutzes gehen.
„Wir müssen auf unsere wunderbare Stadt aufpassen“, so Ackermann und einen zu großen Flächenverbrauch für Wohnungs- und Straßenbau vermeiden, denn die Schönheit der Stadt beginnt in manchen Bereichen zu verblassen. Der Wirtschaftsboom und der Einwohnerzuwachs gefährden Naturräume und die Ressource „Boden“ gerät zu häufig unter Baggerräder. Für die ödp unterstützt Christine Ackermann alte Wohnungen oder Leerstände zu sanieren.
Ackermann mahnte: „Was nutzen uns die besten Vorgaben in Bebauungsplänen zum Wohle der Bevölkerung und der Natur, wenn deren Umsetzung nicht kontrolliert wird! Das führt zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung.“ Weiter kritisierte sie Baudirektor Johannes Doll: „Da hilft es nicht, wenn Sie meinen, dass die Mischung aus Beton und Natur stimmt und dass Klimaschutzmaßnahmen eine reine Modeerscheinung sind. Damit diskreditieren Sie jegliche Bemühungen zum Klimaschutz!“
Was das erfolgreiche Bürgerbegehren „Busse Baby“ angelangt, sagte Ackermann, dass auch eine große Mehrheit derer, die hauptsächlich mit dem Auto fahren, bereit sei, auf das Rad oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Gerade durch das Bürgerbegehren „Busse Baby“ könnten die Weichen für eine lebenswerte Stadt Landshut neu gestellt werden und die Stadt auf attraktive Weise vom Verkehrschaos befreit werden. "Jedes Auto, das weniger fährt bedeutet auch weniger Ausgaben für Straßenbau und Straßenunterhalt", so Ackermann.


