Üblicherweise werden in Landshut Sportbauten mit 30 Prozent bezuschusst. Doch für die neue TGL-Halle wurde der Fördersatz auf 20 Prozent reduziert. Das wollte Ludwig Zellner (CSU) so nicht stehen lassen. „Ich halte das für ungerecht, wenn wir bisher alle anderen mit 30 % bezuschusst haben und jetzt die TGL schlechter behandeln als alle anderen.“
Erwin Schneck (Freie Wähler) unterstützte sofort die Aussagen von Ludwig Zellner. „Sportvereine leisten beste integrative Arbeit, allen voran die TGL und erbringen wertvolle ehrenamtliche Arbeit."
Für die Grünen sprach sich Stefan Gruber gegen 30 % für die TGL aus, da andere Vereine oder auch Schulen schon viel länger auf Investitionen warten müssten. Auch Anja König (SPD) kritisierte die TGL-Förderung als überdimensional hoch. Ihr Parteikollege Robert Gewies stieß in’s gleiche Horn: „30 % sind eine Höchstförderung und bei 3 Mio. €uro Baukosten sind 20 % daher ein guter Kompromiss. Zudem wird das Sportzentrum West schon jetzt mit 4 Mio. €uro saniert.“

„Wie soll das die TGL stemmen, wenn wir den Zuschuss auf 20 % kürzen?“, hinterfragte Bayernpartei-Stadtrat Robert Neuhauser. Thomas Keyßner (Grüne) gab zu bedenken, dass das Problem knappe Mittel zu verteilen, würde neue Sportanlagen von schärferen Kriterien abhängig machen. Hans-Peter Summer (Landshuter Mitte) gab zu bedenken, dass heute ganz andere Anforderungen an Sporthallen gestellt werden. Die TG biete ein riesiges Sportprogramm und erhöht in den nächsten Jahren ihre Mitgliedsbeiträge. Daher sollten 30 % Zuschuss gewährt werden.
Und Tilman von Kuepach (Landshuter Mitte) verglich es mit ganz anderen Dimensionen: „Wir geben beim Eishockey ohne mit der Wimper zu zucken für eine bessere Sicht auf den Puck 200.000 €uro aus, daher sollte die TGL auch 30 % bekommen.
Mit 21 zu 17 Stimmen votierte der Stadtrat für 30 % TGL-Förderung.


