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Vom Flachdach überrollt „wie von einem Panzer“ - ein Protokollvermerk und ein begrabenes Kriegsbeil

Alter Plenarsaal leer

Foto (W. Götz): Leeres Sitzungsrondell im Alten Penarsaal: Die Stadträte beraten gerade in geheimer "Flachdach-Mission" nebenan im Böhmzimmer. Die Erkenntnisse: phä·no·me·nal!

Landshut – gw (13.09.18) Die Sommerpause hat den Stadträten neuen Schwung gegeben. Selten zuvor war die Debattierfreude größer, als im Bausenat am Mittwoch (12.09.). Trotz einer proppenvollen Agenda mit 18 Tagesordnungspunkten, wurde im Detail um Details gerungen wie selten zuvor, inklusive Sitzungspause. Ein Paradebeispiel: Die Sache mit dem Flachdach.

Tagesordnungspunkt 4 trug die völlig undramatische Überschrift: „Änderung des Bebauungsplans Nr. 08-69/5b Engelbergweg – Bereich südlich Bründl“. Die folgenden zehn Seiten der Presseunterlagen lesen sich so, wie sich Deutsche Bürokratie liest. Vollgespickt mit Paragraphenabkürzungen und Stellungnahmen wie zur Wendemöglichkeit von Feuerwehr- und dreiachsigen Müllfahrzeugen, Telekommunikationslinien oder dem Bodendenkmal D-2-7438-0023.

Und das Wort „Flachdach“? Fehlanzeige!! Auch nach mehrmaligen überfliegen der Sitzungsunterlage, das Wort „Flachdach“ gibt es auf zehn Seiten kein einziges Mal. Oder gibt die Aussage von Baudirektor Johannes Doll: „Im Bebauungsplan gelten die Regeln des Bebauungsplans“ einen Hinweis auf die Sache mit dem „Flachdach“? Noch nicht wirklich.

Des Rätsels Lösung:

Zuvor stellte Johannes Doll eine Neubebauung in diesem Bereich vor. Sechs neue Häuser sollen entstehen, zweigeschossig mit einem begrünten Flachdach. Doch damit war Stadtrat Rudolf Schnur (CSU) ganz und gar nicht einverstanden. Denn vor Jahren wollte ganz in der Nähe ein Bauherr ein Flachdach errichten, was scheiterte, weil dort keine Flachdächer gebaut werden dürfen.

Dass das jetzt plötzlich erlaubt werden soll, damit war der Fraktionschef der Christsozialen ganz und gar nicht einverstanden. „Wir werden überrollt, wir von einem Panzer“ grummelte Schnur. Schon vor Jahren nämlich beschloss der Stadtrat, dass Flachdächer dort „tabu“ sind.

Die darauf folgenden Wortmeldungen schossen Schlag auf Schlag ins gleiche Horn. Elke März-Granda (ödp): „Wir als Bausenat haben beschlossen, dass wir dort keine Flachdächer wollen. Unser Votum ist nicht berücksichtigt worden“. Tilman von Kuepach (LM): „Wir haben beschlossen, dass wir hier keine Flachdächer wollen.“ und so weiter und so fort...

Johannes Doll versuchte die Situation argumentativ zu retten: „Wir als Verwaltung sehen dort (bei den Neubauten) Flachdächer als positiv an und darum schlagen wir sie vor“ und brachte den Vorschlag ein, den Bebauungsplan zu ändern. Die Stimmung der Bausenatsmitglieder konnte er allerdings nicht wirklich besänftigen. Ganz im Gegenteil. Diese holten zum Gegenschlag aus und forderten sogleich einen „Protokollvermerk.“

Elke März-Granda veranlasste das alles, eine Sitzungsunterbrechung zu beantragen. Alle Räte verließen den Alten Plenarsaal in Richtung Böhmzimmer zum gemeinschaftlichen Stadt(kriegs)rat. Nach der geschätzten Dauer einer Zigarettenpause, war es die Angelegenheit von Grand Senior Manfred Hölzlein (CSU) das finale Wort zu sprechen.

„Wir gehen einstimmig davon aus, dass wir den Flachdächern zustimmen“, begrub er das Kriegsbeil mit der gleichzeitigen Forderung nach einem Protokollvermerk, „dass wir das Verfahren der Verwaltung missbilligen, weil die Verwaltung Flachdächer vorschlägt, obwohl wir Flachdächer schon abgelehnt haben“.

Kurzum: Die Flachdächer wurden einstimmig nebst dem Protokollvermerk beschlossen.

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