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Grüner Rasen oder für 3,6 Mio. € neues Altstadtpflaster – Pflichtaufgabe mit brutalen Bedenken

Altstadtpflaster

Neuer Diskussionsstoff für Landshut: Das Kopfsteinpflaster in der Altsstadt komplett auswechseln. - Fotos: W. Götz

Landshut – gw (28.01.2019) Was haben „Katzenköpfe“ und „Wiener Würfel“ gemeinsam? Sie liegen beide seit den 90er Jahren in der Altstadt und sollen einem neuem Pflaster weichen. Nach Vorstellungen des Rathauses wäre das zeitgemäß und der Barrierefreiheit geschuldet. Mindestens 3,6 Millionen soll die komplette Bodenneuverlegung kosten. Doch die CSU zeigt sich skeptisch bei dieser Summe und erbittet Zeit, um darüber in den Fraktionen zu beraten.

Tilman von Kuepach (LM) hatte zu dem Vorschlag, das gesamte Pflaster in der Altstadt, also von der Heilig-Geist-Kirche bis zum Dreifaltigkeitsplatz, eine Anekdote von Maximilian Spitzelberger auf den Lippen. Der sagte einmal, dass vor dem Rathaus Rasen gepflanzt werden soll, damit es die Bürger nicht so laut hören, wenn das Geld zum Fenster hinaus geworfen wird.

Dem unbedarften Beobachter stellt sich ebenso die Frage, wie viele Millionen Euro Landshut noch aus dem Ärmel schütteln kann, um sich Wünsche zu erfüllen. Doch der Wunsch nach einem neuen, glatten Pflaster bringt auch Vorteile mit sich.

Zeitgemäß und barrierefrei

Gerade für Bürger, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, für ältere Menschen, Fahrradfahrer oder Damen mit sehr modischem Schuhwerk, stellt das derzeitige Holperpflaster täglich eine große Herausforderung dar.

Genau deshalb wirbt vornehmlich der Behindertenbeirat für eine moderne und zeitgemäße Barrierefreiheit in der Altstadt. Ganz nach dem Vorbild der Neustadt und der Verbindungsgassen, die bereits neu gestaltet wurden.

Modellregion Heilig-Geist

Der Umbau des Bodenbelags in Landshuts guter Stube soll peu à peu stattfinden, also auf einige Jahre verteilt. Gerne würde man heuer schon beginnen und zwar vor der Heilig Geist Kirche, quasi, um eine „Modellregion“ zu schaffen. Dann soll auch schon die Einmündung der Theaterstraße in die Altstadt folgen, da dieser Bereich sehr stark frequentiert wird.

Nur einzelne Streifen mit glattem Pflaster in der Altstadt neu zu verlegen, wäre schwierig. Denn niemand weiß, wo die besten Übergangslinien von rechts nach links wären. Die Fußgänger queren nämlich nicht nach einem bestimmten Muster, sondern immer und überall. Ganz spontan eben.

Die Möglichkeit, das jetzige Pflaster neu zu verfugen, so dass die holprigen Katzenköpfe geglättet werden, wurde ebenfalls verworfen. Denn wenn alle Zwischenräume so ausgefugt würden, dass eine weitgehend glatte Fläche entsteht, bestünde die Altstadt anschließend aus einer einzigen riesengroßen Fuge.

Gesprächsbedarf über Linien, Fugen und Katzenköpfe

Dass das Vorhaben sicher zu größeren Diskussionen in Sachen Stadtbild führen wird, steht für Oberbürgermeister Alexander Putz im Vorfeld schon fest. Für ihn lautet das Ziel, „eine Lösung aus einem Guss“ zu schaffen. Der Bausenat am Freitag machte den Anfang.

„Die Tschechen haben uns damals Katzenköpfe verkauft, die sie selbst nicht mehr haben wollten“, kommentierte Bernd Friedrich (BfL). Für ihn muss die Maßnahme lauten: „Das gesamte Pflaster in Angriff zu nehmen“.

Baudirektor Johannes Doll erklärte zum Umbau, dass in der Altstadt unter dem jetzigen Pflaster noch eine Asphaltdecke liegt. Das macht den Unterschied zur Neustadt aus. Die geschätzten Kosten von 3,6 Millionen Euro beziehen noch keine Änderungen im Unterbau mit ein.

Eine Klatsche für alle von damals

Kritisch zeigte sich Rudolf Schnur (CSU), der erinnerte, dass das Pflaster vor 30 Jahren bejubelt wurde: „Das wäre jetzt eine Klatsche gegen den OB und den Stadtrat von damals und den Freistaat, der das finanziell bezuschusste.“ Ich habe brutale Bedenken, das jetzt nach außen zu verkaufen und Millionen auszugeben. Können wir das gegenüber der Bürgerschaft verantworten?“ Er äußerte den Wunsch, das alles zuerst in den Fraktionen zu besprechen.

OB Alexander Putz erinnerte: 30 Jahre sind eine lange Zeit. Das Bewusstsein zur Barrierefreiheit hat sich geändert. „Ich kenne niemanden, der das Pflaster für 'super' findet.“ Vor 30 Jahren nämlich wurde über Stöckelschuhe und nicht über Menschen mit handicap gesprochen.

Heilig Geist

Der Bereich rund im die Heilig-Geist-Kirche würde sich als Testgebiet anbieten.

Stadtarchivar Gerhard Tausche hält es jedenfalls zu falsch, über „eine Klatsche“ zu sprechen. Damals war die Altstadt noch keine Fußgängerzone, somit stand auch die Barrierefreiheit nicht im Fokus. Er warb dafür, einen neuen Belag beispielsweise vor der Heilig Geist Kirche zu probieren, so lässt es sich besser über die Optik sprechen.

„So wie es jetzt ist, ist es untragbar für ältere Leute“, meldete sich Regine Keyßner (Grüne) zu Wort.

Steinbergers Erfahrung: "Eine Zumutung"

Gerd Steinberger (SPD), der vor Jahren in einem Selbstversuch die Altstadt mit einem Rollstuhl durchquerte, nannte sein damaliges Erlebnis „eine Zumutung“ und will nicht zehn bis 15 Jahre auf Verbesserungen warten. Er kann sich auch große Granitplatten mit bis zu einem Quadratmeter vorstellen, wie sie auch in Passau verlegt sind. Eine Neugestaltung im Bereich Heilig Geist, Rathaus und Theaterstraße würden seiner Meinung nach schon sehr viel bringen. Vor der Heilg Geist Kirche sollte am besten schon sofort begonnen werden und ein Gesamtkonzept soll zeitnah folgen.

"Dass wir uns „eine große Lösung in den nächsten Jahren zeitnah leisten können“, stellte Tilman von Kuepach in Frage. Aber eine Neugestaltung vor Heilig Geist und der Theaterstraße sei für ihn o.K.

„Die Inklusion zwingt uns dazu, etwas zu tun“, so Erwin Schneck (Freie Wähler). „Wenn wir vor Heilig Geist beginnen, soll es kein Provisorium, sondern endgültiges sein“.

Und immer mehr Millionen €uro für's Theater

Seine Zustimmung gab Bernd Friedrich: „Für mich ist das eine klare Entscheidung, es ist eine Pflichtaufgabe, das zu machen.“ Was die Finanzen anbelangt, machte er eine Gegenrechnung auf. Für das geplante Stadttheater sind vergangenes Jahr weitere vier Millionen zum Ankauf der Zisler-Villa ausgegeben worden. Das Bauprojekt begann mit geschätzten Kosten von 23 Millionen Euro. Heute sind es schon 43 Millionen Euro. „Da bekommen wir eine Klatsche von den Bürgern!“

Eine Entscheidung wurde im Bausenat noch nicht getroffen. Gemäß Rudolf Schnurs Bitte, wird das Thema zunächst in den Fraktionen besprochen, bevor es auf die Tagesordnung zurück kommt.

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